Bassrk
Sonic-Fiction: Hallo Bassrk. Schön, daß du die Zeit für ein kleines Interview gefunden hast. Du wirst öfters auf Deinen ungewöhnlichen Namen angesprochen. Was hat er zu bedeuten? 3
Bassrk: Viele denken, daß mein Synonym eine Zusammensetzung aus Bass und Berserker ist. Das stimmt so aber nicht. Der Name ist eine Mischung aus "B" wie "Bantam", "ass" wie "Arsch" und "rk" wie das Geräusch, welches aus der Kehle gedrückt wird, wenn man ein Erbrechen unterdrückt. aber letztendlich ist es mir egal, was man darüber erzählt. Es ist besser, über jemanden zu reden, als über jemanden nicht zu reden.
Sonic-Fiction: Wie kamst du denn eigentlich zur Musik und letztendlich zum Drum'n'Bass?
Bassrk: Schon im zarten Alter von 6 Monaten kam ich mit dem Medium Musik in berührung, als meine Eltern mir eine rote Fisher-Price-Rassel schenkten. Ich war total begeistert von diesem beißenden Sound und wußte, daß ich eines Tages einmal DJ werden würde. Meine Karriere nahm aber einige Umwege, bis ich letztendlich der angesagteste DnB-DJ der westlichen Hemisphäre wurde. Zuallererst muß ich da den Bürgerschützenverein Sandesneben nennen, der mir die Geheimnisse der teutonischen Marschmusik aufzeigte. Daß ich Jungschützenkönig wurde war nur Tarnung. Für mich zählten nur die vielen Festumzüge, auf denen man noch zu großartiger Musik so richtig deutsch sein durfte: Fahne tragen, im Gleichschritt uniformiert marschieren und schließlich das Festzelt besetzen und Alkohol saufen bis zum Erblinden.
In dieser Zeit wurde ich von meinen Schützenkameraden oft in die Großraumdisco "Ziegelei Groß Weeden" mitgenommen. Dort habe ich dann den vielfältigen Kosmos von Hardtrance erfahren und zum ersten Mal so richtige elektronische Musik gehört. Da hats mich dann gepackt.
Sonic-Fiction: Und wie hast du dann die Brücke zu DnB geschlagen?
Bassrk: Ich hatte 1999 mit meinen Kameraden so ein Zeckenarsch verkloppt und dem seinen Disc-Man abgezogen. Da war dann eine DnB-Cd drin... Und Zack war ich infected.
Sonic-Fiction: Und wie kamst du dann zu Sonic-Fiction?
Bassrk: Die Jungs haben mir ein unausschlagbares Angebot gemacht. Da mußte ich einfach zuschlagen. Und ich bereue es nicht, dabei zu sein. Im Gegenteil: das war musikalisch und sozial gesehen die beste Entscheidung in meinem Leben. Von da an hat es auch bei den Frauen besser geklappt. Wenn die Weiber hören, daß ich bei Sonic-Fiction bin, gehen die Hosen von ganz alleine auf. Und das Porsche mir vor 2 Monaten einfach so einen neuen Wagen geschenkt hat kommt auch nicht von ungefähr.
Sonic-Fiction: Yeah! That's it! Das ist doch alles, was ein DJ sich wünscht.
Bassrk: Definitiv! Wozu über meinen Tellerrand schauen, wenn ich n Porsche unterm Arsch hab? Mal im ernst: Selbstreflektion ist nur was für Menschen, die nichts besitzen, um ihr armes Leben zu rechtfertigen.
Sonic-Fiction: Das ist mal eine Ansage! Bassrk, du bist unser Mann! Welche Pläne schmiedest zu für die Zukunft?
Bassrk: Unter dem Namen "Adolf, the Veganistic Ballerina" werde ich versuchen, die Marschmusik mit Hilfe von ferngesteuerten Kot-Imitaten wieder auf den Fluren dieser Welt zu re-etablieren. "Marching the next Level into Death!" ist das Motto.
Sonic-Fiction: Klingt spannend. Vielen Dank und viel Erfolg bei Deinen Plänen.
Bassrk: Danke, aber den brauchst Du mir nicht zu wünschen, ich bin ein Sonic-Fiction-Member und immun gegen Fehlschläge.
